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Gai Lan (Chinesischer Brokkoli)

Diese in China gai lan genannte Kohlsorte ähnelt dem Choisum. Er ist allerdings etwas bitterer, hat fleischigere Stiele und kleine, weiße Blüten. Die Stiele lassen sich durch grünen Spargel ersetzen.


Galgant (Thai-Ingwer)

Der seinem Verwandten, dem Ingwer, ähnliche Galgant ist eine blassgelbe, gestreifte Wurzel mit rosafarbenen Knospen. Sein pfeffriger Geschmack wird in zahlreichen südostasiatischen Gerichtensehr geschätzt. In Indonesien als Laos und Lengkuas, in Malaysia als Langkuas und in Thailand als Kha bekannt. Dieses Rhizom besitzt ein ganz typisches erdiges Aroma. In südostasiatischen Lebensmittelgeschäften kann man es frisch und tiefgekühlt kaufen. In den Curry-Rezepten, für die Galgant benötigt wird, können auch getrocknete Galgantscheibchen verwendet werden. Zur Herstellung einer Currypaste muss man den Galgant vorher einweichen. Frische Wurzeln lassen sich gut in mäßig feuchter Erde aufheben.


Garam Masala

Jeder Haushalt hat seine eigene Rezeptur für diese Gewürzmischung. Garam bedeutet "heiß", Masala "Gewürze". Die Gewürzmischung enthält traditionell also die Gewürze, die nach der alten ayurvedischen Heilkunde den Körper "erhitzen". Eine klassische gemahlene Gewürzmischung wird nach folgendem Rezept hergestellt: 1 Esslöffel Kardamomsamen, 1 Teelöffel ganze Gewürznelken, 1 Teelöffel ganze schwarze Pfefferkörner, 1 Teelöffel schwarze Kreuzkümmelsamen, 1 Zimtstange (5 cm lang), 1/3 Muskatnuss und eine Locke Muskatblüte (Macis) in einer sauberen Kaffee- oder Gewürzmühle oder einem Mörser zu feinem Pulver mahlen. Häufig wird diese Mischung noch durch ein Lorbeerblatt ergänzt. In einem gut schließenden Behälter aufbewahren. Bei den meisten Rezepten wird Garam Masala gegen Ende der Kochzeit eingestreut, damit das Aroma erhalten bleibt. Die Garam-Masala-Gewürze können auch im Ganzen verwendet werden. Wenn zwei oder mehr davon an ein Gericht gegeben werden, bezeichnet man die Würzkombination im weitesten Sinn immer noch als Garam Masala.


Garnelen (Shrimps)

Diese beliebten Krustentiere werden von winzig klein bis extragroß in allen erdenklichen Größen gehandelt. Die im rohen Zustand grauen Garnelen verfärben sich beim Garen rosa bis orange. Je nach Zubereitung mit oder ohne Schale wird der Darm vor oder nach dem Garen entfernt.
Garnelen schälen: Den Kopf durch eine Drehbewegung abtrennen. Die Beine vorsichtig mit den Fingern an der weichen Unterseite abziehen und das Fleisch aus der Schale lösen. Je nach Rezeptanweisung das Schwanzsegment daran belassen oder ebenfalls abziehen.
Den Darm entfernen: Mit einem kleinen Messer den Rücken der geschälten Garnele längs einschneiden und den dunklen Darm mit der Messerspitze behutsam herausziehen.


Garnelenpaste

Diese intensiv riechende, aus fermentierten Garnelen oder kleinen Fischen hergestellte Paste wird in ganz Südostasien als Würzzutat verwendet. Sie wird unter der Bezeichnung Blachan oder Terasi in fest verschlossenen Gefäßen oder getrocknet in Würfelform angeboten. Als Ersatz sind eingesalzene Anchovis (Sardellen) aus dem Glas oder aus der Dose geeignet.


Gewürznelken

In Indien sind Nelken wichtig als Würze für Bohnen- und Reisgerichte und für die Gewürzmischung Garam Masala. Kleinere Mengen Nelken werden für einige wenige Thai-Gewürzmischungen und in den Küchen Nordafrikas und des Nahen Ostens verwendet.
Inder tragen in winzigen Silberdöschen die scharf aromatischen Gewürznelken zusammen mit Kardamomkapseln als Mittel für frischen Atem bei sich. Am Ende einer indischen Mahlzeit wird traditionell eine Betel-Gewürzmischung als Digestif angeboten, in der ebenfalls Nelken enthalten sind.
In Indonesien werden Gewürznelken sogar zum Aromatisieren von Zigaretten benutzt!


Ghee (Geklärte Butter)

Geklärte Butter, die sich sogar zum Frittieren eignet. Da Ghee kein Milcheiweiß mehr enthält, muss es nicht gekühlt werden. Es besitzt ein nussiges, buttriges Aroma. Es ist in allen indischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.. Falls man das Ghee jedoch selbst herstellen will, verfährt man wie folgt: 450 g ungesalzene Butter in eine Pfanne geben und bei niedriger Temperatur sehr sanft köcheln lassen, bis sich die milchigen Eiweißbestandteile bräunlich verfärben und sich entweder an der Innenseite der Pfanne absetzen oder auf den Pfannenboden sinken. Vorsicht, damit nichts anbrennt. Das Ghee durch drei Lagen Musselin abgießen und im Kühlschrank aufbewahren.


Giraumon

Dieser festfleischige Kürbis ist auch als "Türkenturban" bekannt. Er erinnert ein wenig an den Gartenkürbis oder den Potiron-Kürbis. Der Giraumon stammt aus der Karibik und ist in der kreolischen Küche eine beliebte Zutat. Einmal angeschnitten, sollte er rasch verbraucht werden, da er sich nicht lange hält.


Goraka (Garcinia cambogia)

Das säuerliche Trockenobst dient als würzende Zutat für gegarte Speisen. Verwendet wird es in Teilen Sri Lankas (hier heißt es Goraka) und in Südindien, wo es als Kodampali bekannt ist. Ein guter Ersatz für die schwer erhältliche Würzzutat sind das Fruchtfleisch der Tamarinde oder Zitronensaft.


Gram flour

Auch als besan ist dieses feine, blassgelbe und nussig duftende Kichererbsenmehl im Handel. Man verwendet es für Brote, Pfannkuchen und Backteige.


Gran Marnier

Der beliebte Likör auf Weinbrandbasis besitzt einen ausgeprägten Orangengeschmack.


Granatapfelkerne, Gemahlene

Sonnengetrockneten Granatapfelkernen verdankt so manche Zubereitung der nordindischen Küche ihre säuerliche Note. In Asia-Läden sind sie - manchmal unter dem Namen anardana - als Pulver erhältlich.


Grenadinesirup (Granatapfelsirup)

Dies ist ein dicker Sirup aus dem Saft saurer Granatäpfel. In Delikatessgeschäften erhältlich.


Gros Sel (Grobes Salz, Grobes Meersalz)

Gewöhnlich füllt es die Salzmühlen, doch ist grobes Salz auch ideal für Marinaden oder Zubereitungen in der Salzkruste. Als Streusalz zum direkten Würzen ist es weniger geeignet, um so besser aber für langsam garende Zubereitungen, bei denen es Zeit genug hat, sich aufzulösen.


Guajillo-Chili

Diese Chilisorte ist scharf mit durchdringendem, geradlinigem Geschmack. Die glatte, weinrote Haut der etwa 13 cm langen, spitz zulaufenden Schote ist brüchig.


Guedj

Guedj ist eine der charakteristischsten Zutaten der senegalesischen Küche. Dabei handelt es sich um fermentierten, getrockneten Fisch, den man als Würzmittel verwendet. Hergestellt wird es aus großen Fischsorten wie Wels, Capitaine (Flussbarsch) oder Makrele. Zum Waschen und Fermentieren verwendet man Meerwasser. Damit die Fische während des anschließenden Trocknens eine schöne, goldbraune Farbe annehmen, bestreicht man sie mit diw, eine aus der Milch und dem Rogen der Fische hergestellte Flüssigkeit. Wer guedj nicht kennt, wird eher einen Bogen darum machen, denn es hat einen recht strengen Geruch, doch unter eine Speise gemengt, zum Beispiel einen Thiebou Kétiakh oder einen Maffé, entwickelt es eine zugleich würzige und subtile Note. Guedj von guter Qualität hält sich mehrere Monate lang. Als Ersatz kann man andere Trockenfischprodukte wie Klippfisch oder Stockfisch verwenden. Bedenken sollte man bei seiner Wahl und beim Würzen, dass Klippfisch im Gegensatz zu Stockfisch gesalzen getrocknet wird und unter Umständen vor der Verarbeitung gewässert werden sollte.


Guérande-Salz

Noch heute wird dieses mineralienreiche Meersalz aus der Bretagne von Hand geerntet. Der Salzbauer schöpft es überall dort von der Oberfläche der Salinen ab, wo das Meerwasser verdunstet ist. Guérande-Salz ist von grauer Farbe und subtilem, vielschichtigem Aroma. Da es etwas feuchter als andere Sorten ist, neigt es zur Klümpchenbildung, daher verwendet man es vor allem zum Kochen.


Güero-Chili

Blassgelbe bis zart grüne Chilisorte. Ihre Schärfe variiert, wobei die meisten einen eher milden Geschmack besitzen. Als Ersatz können die gelben, spitzen Paprikaschoten aus türkischen Gemüsemärkten verwendet werden.