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Nepitella

Das auch als Berg- oder Katzenminze bekannte italienische Würzkraut nepitella duftet zart nach Minze, und der erdige Geschmack passt wunderbar zu Steinpilzen. Trotz der engen Verwandtschaft zur Minze lässt sich nepitella am besten durch Thymian ersetzen. Vor der Verwendung reibt man das Kraut zwischen den Fingern, um das Aroma freizusetzen.


Nététou

Bei diesem typisch senegalesischen Gewürz, das auch Sumbala bzw. Soumbala genannt wird, handelt es sich um die fermentierten Samenfrüchte des Néré-Baums. Die kleinen Kügelchen werden nach dem Schälen gedämpft und anschließend fermentiert. Dabei entwickeln sie einen ganz eigenwilligen Geruch. Der Geschmack der Früchte kann je nach Herkunft kann ganz unterschiedlich ausfallen. Als Ersatz für das nur schwer zu findende Gewürz kann man die in asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlichen schwarzen, fermentierten Sojabohnen verwenden. Man sollte sie aber vor Gebrauch abspülen, da sie sehr salzig sind. Ebenso gut kann man auf das reiche Angebot an Würzpasten und -saucen aus fermentierten Bohnen aus der asiatischen Küche zurückgreifen (Bean paste, Ground bean sauce etc.).


Niçoise-Olive

Die aus Südfrankreich stammenden, schwarz-violetten Niçoises sind klein und angenehm würzig.


Niébé

Niébés sind Augenbohnen (wegen des "schwarzen Auges"), die hauptsächlich in Zentralafrika verbreitet sind. Man weicht die Bohnen ein, zerstampft sie und bereitet aus der körnigen Paste acras, kleine Beignets, die in Erdnussöl ausgebacken und mit einer pikanten Sauce serviert werden. Frauen, die Niébé-Bohnen im rohen Zustand verarbeiten, müssen allerdings kräftige Arme haben, denn es dauert Stunden, um sie zu zerstoßen. Dabei verändert sich ihr Geschmack vollkommen. Niébés sind reich an Eiweiß und bieten in Verbindung mit einem Getreide eine sättigende, ausgewogene Mahlzeit. In Ermangelung von Augenbohnen, können Sie ebenso gut herkömmliche weiße Bohnen verwenden.


Nopales

Die flachen Glieder des Feigenkaktus werden in Mexiko gerne als Gemüse gegessen. Vor der Verwendung müssen die spitzen Stacheln vorsichtig entfernt werden. Beim Kochen sondern nopales ähnlich wie Okra eine schleimige Flüssigkeit ab, die durch anschließendes Abschrecken mit kaltem Wasser entfernt werden muss. Bei uns sind frische nopales kaum erhältlich, aber in der Dose sind sie im Versandhandel und in mexikanischen Lebensmittelgeschäften durchaus zu bekommen.


Nori

Diese äußerst vitaminreichen Algen werden getrocknet und geröstet, sodass papierdünne Blätter entstehen. Je dunkler die Nori- Blätter sind, desto besser ist ihre Qualität. Im 17. Jahrhundert wurden sie in der Bucht von Tokio erstmals kultiviert und in den Städten des Distrikts Asakusa verarbeitet. Die Umweltverschmutzung macht dies heute unmöglich, doch die Bezeichnung Asakusa- Nori ist immer noch gebräuchlich. In japanischen Lebensmittelläden und gut sortierten Supermärkten bekommt man sie meist als Blätter von 18 x 20 cm Größe.
Damit sich das Aroma entfaltet, werden die Blätter über einer niedrigen Flamme von einer Seite leicht geröstet. Man verzehrt sie einfach so, gibt sie zerkrümelt über Reis und Nudeln, oder verwendet sie für Sushi. Im luftdichten Behälter aufbewahren.


Nyora-Paprika

Für eine echte romesco-Sauce sind die auch als ñora bekannten Paprikaschoten unerlässlich. Die vorwiegend in Katalonien angebaute, pflaumengroße nyora ist rot gefärbt, schmeckt süß-würzig und wird für zahlreiche regionale Speisen verwendet. Um die Paprikaschoten zu trocknen, diese mit kochend heißem Wasser bedecken, 10 Minuten stehen lassen, dann das Fleisch von der Haut schaben. Getrocknete Ancho-Chilis können ebenfalls verwendet werden.